Risiko Diabetes


Langzeit-Blutzuckerwert (HbA1c) Messwoche vom 7. bis 11. Mai 2012

Risiko Diabetes

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Diabetes - die Zuckerkrankheit - entwickelt sich in den westlichen Ländern rasant zur Volkskrankheit Nummer 1. Nach Schätzungen sind alleine in Deutschland 7 bis 8 Millionen Menschen betroffen, davon die überwiegende Mehrzahl - circa 90 Prozent - von dem früher "Altersdiabetes" genannten Diabetes Typ 2. Die Dunkelziffer, also die Fälle, die bislang noch nicht diagnostiziert sind, soll noch einmal rund 2 Millionen Menschen betragen. Während der Diabetes Typ 1 auf einen genetisch oder durch Umwelteinflüsse bedingten Verlust der Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zurückgeführt wird, wird bei dem weit häufiger auftretenden Diabetes Typ 2 Insulin produziert, dieses verliert jedoch seine Wirkung - es wird von den übrigen Zellen des Körpers nicht mehr aufgenommen. Bei beiden Typen kommt es zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels, der in den meisten Fällen zunächst nicht bemerkt wird. Vor allem Diabetes Typ 2 entwickelt sich oft schleichend, sodass es erst zu einer Diagnose kommt, wenn bereits nicht umkehrbare Schäden entstanden sind.

Ursachen und Symptome

Die Ursachen für die Zunahme der Erkrankungen werden heute hauptsächlich in den Ernährungsgewohnheiten und einem Mangel an Bewegung, unter Umständen in Zusammenhang mit einer genetischen Veranlagung, gesehen. Übergewicht gehört fast immer zu dem Krankheitsbild, und übermäßiger Stress scheint die Krankheit zu begünstigen. Viele Typ-2-Diabetiker haben jahrelang keine fassbaren Symptome. Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes geht der Typ-2-Diabetes eher selten mit einer Gewichtsabnahme und nur bei massiv erhöhten Blutzuckerwerten mit vermehrtem Wasserlassen und Durstgefühl einher. Häufig bestehen zu Beginn unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Schwäche, Sehstörungen und Infektneigung wie z. B. häufige Blasenentzündungen. Da diese Symptome sehr unspezifisch sind, wird die Diagnose häufig erst nach Jahren durch Zufall gestellt.

Folgen

Die Folgen eines nicht erkannten und nicht behandelten Diabetes sind dramatisch: Zunächst werden die Blutgefäße angegriffen. Infolge der Schädigung der kleinen Blutgefäße werden zum Beispiel die Netzhaut und die Nieren nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Dies kann bis zur Erblindung und zum Nierenversagen führen. In den großen Gefäßen bilden sich Ablagerungen und Verkalkungen an den Gefäßwänden, wodurch Durchblutungsstörungen in den Extremitäten und sogar im Herzen entstehen - es besteht eine erhöhte Herzinfarkt- und Schlaganfallgefahr. Da auch die Nerven von einem konstant zu hohen Blutzuckerspiegel angegriffen werden, bleiben heimtückischerweise häufig Schmerzen aus, die sonst als Warnsignale wahrgenommen werden. 75 Prozent aller nicht verletzungsbedingten Amputationen gehen auf das Konto der Diabetes! Neben der Erkrankung der sensiblen und motorischen Nerven können auch vegetative Nervenfasern betroffen sein, die beispielsweise die Gefäßweite (somit den Blutdruck) , die Herzfrequenz, die Blasen- und Mastdarmfunktion sowie die Sexualfunktionen steuern. Neben diesen Folgen führt die Zuckerkrankheit zu Fettstoffwechselstörungen, Mund- und Zahnfleischproblemen und zu einem erhöhten Risiko, an Krebs zu erkranken. Die meisten dieser Folgeerkrankungen sind irreversibel!

Diagnose

Je früher ein Diabetes erkannt und behandelt wird, desto geringer ist das Risiko einer Folgeerkrankung. Bei Diabetes Typ 2 kann bereits eine Änderung des Lebensstils die Chance auf ein langes Leben, frei von Folgeerkrankungen, beträchtlich erhöhen, wenn die Krankheit früh genug erkannt wird. Während früher eine Diagnose hauptsächlich auf der Basis einer Messung des aktuellen Blutzuckerspiegels beruhte, der auch bei Diabetikern unter Umständen im normalen Bereich liegen kann, gibt es heute die Möglichkeit, ohne großen Aufwand für die Patienten einen Langzeit-Blutzuckertest durchzuführen. Mit diesem sogenannten HbA1c-Test wird der Blutzuckerwert über die vergangenen drei Monate ermittelt. Dabei wird die Menge des an das Hämoglobin der roten Blutkörperchen gebundenen Zuckers ermittelt, der über die gesamte Lebensdauer der Blutzellen, also 120 Tage, erhalten wird. Je höher der Blutzuckerspiegel, desto mehr Zucker wird an den roten Blutkörperchen gebunden. Der HbA1c-Test misst die Menge des so gebundenen Zuckers. Das Ergebnis wird in Prozent angegeben. Mit diesem Test gibt es so eine Möglichkeit, einen eventuell vorhandenen Diabetes aufzuspüren, bevor Folgeerkrankungen auftreten.

Unsere Aktion

In der Woche vom 7. bis zum 11. Mai steht uns ein Messgerät zur Verfügung, mit dem wir den HbA1c-Test in unserer Apotheke durchführen können. Dazu brauchen wir etwa einen halben Tropfen Ihres Bluts, der innerhalb weniger Minuten ausgewertet wird. Das Ergebnis wird Ihnen umgehend mitgeteilt. Sie erhalten ein Ergebnisprotokoll, und wenn gewünscht, ausführliche Informationen zu Vorbeugung und Behandlung dieser Erkrankung. Der Test einschließlich Ergebnisprotokoll kostet 7,50 Euro (Selbstkostenpreis). Bitte melden Sie sich frühzeitig an!

Links

www.diabetes-ratgeber.net
www.diabetes-deutschland.de
www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de
www.diabetes-heute.de

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